Süßes und gesundes Zucker ersetzendes Inulin

Süßes und gesundes Zucker ersetzendes Inulin

Inulin ist in erster Linie das in der Zichorie und der Erd-Artischocke zu findende Polysaccharid, also ein komplexer Zucker. Eigentlich handelt es sich um einen wasserlöslichen und aus langen Fruktoseketten bestehenden wasserlöslichen Ballaststoff, der dank seines süßen Geschmacks einen hervorragenden Zuckerersatz darstellt und darüber hinaus auch noch gesund ist.

Obwohl Inulin für den menschlichen Organismus unverdaulich ist, spielt es dennoch eine herausragende Rolle bei der Wahrung unserer Gesundheit. Da es unseren Stoffwechsel vorteilhaft beeinflusst und die Gasbildung reduziert, wird es in zahlreichen Nahrungszusatzstoffen verwendet. In der mikrobiotischen Flora des Magens kann es zur vermehrten Bildung der Bifidus-Bakterien beitragen, während es die Anzahl der schädlichen Bakterien senkt. Da es einen süßlichen Geschmack hat und darüber hinaus den Blutzuckerspiegel nicht beeinflusst, kann es von Zuckerkranken auch ohne Nebenwirkungen als Zuckerersatz benutzt werden.

Warum ist Inulin gesund?

  • Erhöht die Anzahl der wohltuenden – eubiotischen – Bakterien
  • Sorgt für eine bessere Absorption von Kalzium und Magnesium
  • Erhöht nicht den Blutzuckerspiegel und ist gleichzeitig ein hervorragender Zuckerersatz, deswegen wird es auch von Diabetikern verzehrt.
  • Verdünnt im Blutserum die Konzentration von Cholesterin und Triglyceriden, reguliert den Cholesterinspiegel
  • Schützt den Dickdarm gegen Krebserkrankungen
  • Erhöht die Stuhlmenge und -häufigkeit, stellt die Verstopfung ab
  • Stellt das Gleichgewicht der Darmflora wieder her

Das Inulin wird vor allen aus der Wurzel der Zichorie gewonnen, darüber hinaus findet es sich noch in größeren Mengen in der Erd-Artischocke, in Artischocken und Endivien. Ebenfalls als Inulin-Quelle gelten der weiße Trüffel, Spargel, die Klettendistel, die Wurzel des Löwenzahns, Porree, Bananen, Zwiebeln und die Knolle der Dahlie. Seine größte Tugend besteht darin, dass es probiotische Eigenschaften hat, es handelt sich also um eine Nahrung, die unser Organismus nicht verdauen kann, aber dennoch als Nährstoff für die nützlichen Bakterien der Darmflora dient. Er wird nicht im Dünndarm absorbiert, die Gärung beginnt auf die Wirkung der Bakterien hin erst im Dickdarm. Untersuchungen haben bewiesen, dass Inulin die Anzahl der Bifidus-Bakterien und der Laktobazillen vermehrt. Die sind nämlich außerordentlich wichtig für unsere Gesundheit, da sie bei der Absorption der Nährstoffe helfen. Inulin stimuliert die Vermehrung dieser Bakterien, während es gleichzeitig die Absorption von Cholesterin verringert. Im Magen steigert es die Werte der freien Fettsäuren, auf seine Wirkung hin kann der Organismus Kalzium, Eisen, Magnesium leichter und in größeren Mengen verwerten. Insgesamt lässt sich sagen, dass mit der Hilfe des Inulins sich die Schädigung der Darmflora rückgängig machen lässt, so lassen sich auch die Verdauungsstörungen abstellen, ja sogar im Darmtrakt entstehende Geschwülste lassen sich vermeiden.

Eine Besonderheit des Inulins besteht darin, dass es bei hohem Cholesterinspiegel das Cholesterin, bei normalem Cholesterinspiegel hingegen die Anzahl der Triglyceride reduziert. Darüber hinaus verhindert es, dass sich in der Leber das Cholesterin synthetisiert, welches sich deswegen umgruppiert und leichter ausgeschieden wird.

Wie lässt es sich dosieren?

Die empfohlene tägliche Dosis liegt zwischen drei und zehn Gramm. Diese Menge lässt sich unter anderem in Form von ein bis zwei Löffeln Erd-Artischockenpulver oder mit einem aus Zichorie hergestellten Präparat in den Organismus aufnehmen. Bei Vegetariern ist es im Allgemeinen nicht notwendig, es als eine Art Kur anzuwenden, es wird vor allem denjenigen empfohlen, die wenig Gemüse und Obst verzehren, sich von einer Antibiotikum-Behandlung erholen oder mit Magenproblemen zu kämpfen haben. Insofern wir die Obergrenze der empfohlenen Menge überschreiten, treten Nebenwirkungen auf, so etwa eine übertriebene Gasbildung, Blähungen, Durchfall bzw. leichte Magen- und Darmkrämpfe.

Wusstest du das?

Forschungen belegen auch, dass ein an Inulin reicher Speisezettel die Entwicklung von entstehenden Brustkrebstumoren hemmen kann.